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17. Balkanromanistentag

03.11. - 04.11.

Friktionen: von produktiven Gewirren und (Auf-)Brüchen in der südosteuropäischen Romania

Mit dem Begriff der „Friktionen“ knüpfen wir an die Anthropologin Anna Lowenhaupt Tsing an, die damit die produktiven Reibungen bezeichnet, durch die im Kontakt zwischen Menschen, Dingen, Spezies und Praktiken und ihren globalen Verflechtungen Neues entsteht. Friktionen sind nicht nur Ereignisse wie Konflikte oder Blockaden, sondern auch Anlässe für Transformation und Unerwartetes: So können selbst zerstörerische Vorgänge – von Waldbränden bis zur Nuklearkatastrophe – Voraussetzungen für überraschende ökologische und ökonomische Prozesse schaffen, wie Tsings Beispiel nachwachsender, weltweit gehandelter (Matsutake-)Pilze zeigt. Übertragen auf die südosteuropäische Romania verstehen wir Friktionen als Momente, in denen aus Reibungen zwischen Sprachen, Kulturen, Narrativen und sozialen Dynamiken neue Perspektiven, Praktiken und Ordnungen hervorgehen. Diese nachzuzeichnen, ist ein Anliegen der Tagung. 

 

Details

Veranstalter

  • Balkanromanistenverband e.V.
  • Humboldt-Universität zu Berlin

Veranstaltungsort