Wie “Continental” nach Rumänien kam

Mit der Wahl Emil Constantinescus zum Staatspräsidenten 1996 entstand im Nach-Wende-Rumänien eine neue Aufbruchsstimmung; das Land wurde für internationale Investoren zunehmend interessant. Vor diesem Hintergrund entstand Ende der 1990er-Jahre ein bedeutendes deutsches Investitionsprojekt: die Ansiedlung von Continental in Timișoara. Im September 1998 führte ein in Straßburg organisiertes Investorenforum zu ersten direkten Kontakten zwischen Continental, der rumänischen Regierung und regionalen Entscheidungsträgern. Continental verglich damals Standorte in Ungarn, Litauen und Rumänien. Nur wenige Monate später, am 19. Februar 1999, wurde in Timișoara der Grundstein für das neue Werk gelegt. Am 20. Oktober 2000 folgte bereits die Eröffnung – trotz der politisch und wirtschaftlich schwierigen Situation Rumäniens.
Die Veranstaltung zeichnet den Weg von den ersten Kontakten über Standortentscheidung und Verhandlungen bis zur Umsetzung des Projekts nach. Im Mittelpunkt stehen persönliche Erfahrungen aus den Verhandlungen, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Herausforderungen eines großen Greenfield-Projekts im Rumänien der 1990er-Jahre. Ein Abend über die Anfänge deutscher Investitionen in Rumänien – und darüber, wie aus politischen Kontakten, unternehmerischem Mut und schwierigen Verhandlungen ein langfristiger Industriestandort entstand.
Referent: Bogdan Craja, geb. 1956 in Bukarest, Diplom-Physik-Ingenieur (Universitäten Bukarest und Paderborn). 1982 Flucht aus Rumänien nach Deutschland. Langjährige Tätigkeit im Vertrieb von Investitionsgütern und als selbständiger Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf deutsch-rumänischen Wirtschaftsbeziehungen. Anschließend langjährige Tätigkeit für Continental als Director Public Affairs & Business Development Romania.
Moderation: Dr. Raluca Fritzsch, DRG
Die Veranstaltung findet hybrid statt; zoom-Link wird nach Anmeldung verschickt.
Anmeldung: Bitte bis 03.11.2026 anmelden unter: anmeldung@deruge.org
